Weltkindertag 2009: Mehr als 24.000 Babys und Kleinkinder sterben täglich an behandelbaren Krankheiten

20.11.2009, Pressemitteilung

„Heute, anlässlich des Weltkindertages, werden wieder viele warme Worte gesprochen werden, auch von der Bundesregierung. Dabei sind endlich konkrete Maßnahmen notwendig, um die Kindersterblichkeitsrate in den so genannten Entwicklungsländern massiv zu bekämpfen“, so Niema Movassat (MdB), Mitglied des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Bundestagsfraktion DIE LINKE. Weiter erklärt er: „Wenn es der Bundeskanzlerin ein ernsthaftes Anliegen wäre, die Kindersterblichkeit in der Welt zu bekämpfen, würde sie eine sofortige Erhöhung der Entwicklungshilfe auf 0,51 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anordnen. Doch der Bundesregierung ist die Rettung von Banken offensichtlich wichtiger als die von Menschen in Entwicklungsländern. Die hohe Kindersterblichkeit in den Entwicklungsländern ist eine Schande für das 21. Jahrhundert. Während beispielsweise in Deutschland nur 4 und Kuba etwa 6 von 1000 Kindern das 5. Lebensjahr nicht erreichen, sind es in Afrika 132. Die Regierungschefs der Industriestaaten überbieten sich zum Weltkindertag mit frommen Erklärungen, beim Welternährungsgipfel suchte man sie allerdings vergeblich. Auch in Fragen des Patentrechts auf Arzneimittel verhindern die Industriestaaten Lösungen, die unmittelbare Auswirkungen auf die Kindersterblichkeit in Entwicklungsstaaten hätten.

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