taz.de: "Neue Ungereimtheiten von Caffier"

16.11.2020, Presseecho

Christina Schmidt & Sebastian Erb, taz.de, 16.11.2020 

Hat der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern eine Waffe von einem Ex-Mitglied der Preppergruppe Nordkreuz gekauft? Und hat er auf dessen Schießplatz trainiert? Diese Fragen wollte Lorenz Caffier (CDU) seit Monaten nicht beantworten. Sein Ministerium hatte nur mitgeteilt, dass er keine Dienstwaffe erworben habe.

[...] Ähnlich äußerte sich die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Irene Mihalic: „Caffier muss alles haarklein offenlegen, um zur Aufklärung beizutragen“, sagte sie dem RND. Dabei sei auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) „gefordert, dafür zu sorgen, dass er der Öffentlichkeit und dem Parlament Rede und Antwort steht“. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag Niema Movassat twitterte, der Fall Caffier mache Angst: „Menschen, die Drohungen von Nazis bekommen, müssen darauf Vertrauen, dass Regierungsmitglieder nicht mit Nazis paktieren.“ Ein Rücktritt Caffiers sei unumgäglich.[...]

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