Prohibition ist Ursache des illegalen Drogenmarktes

26.11.2019, Pressemitteilung Bundestag
Begriffswolke, Drogenpolitik

„Die Prohibitionspolitik, die auch die Bundesregierung verfolgt, hat in Europa einen illegalen Drogenmarkt geschaffen. Jedes Jahr geben europäische Drogenkonsumenten dort über 30 Milliarden Euro aus. Es ist absurd zu behaupten, dass das Drogenverbot wirke“, erklärt Niema Movassat, drogenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Vorstellung des Europäischen Drogenmärkte-Reports 2019. Movassat weiter:

„Die Umsätze und Gewinne auf dem illegalen Drogenmarkt sind eine wichtige Einnahmequelle der organisierten Kriminalität. Damit gehen nicht nur in Europa Gewalt und Repression einher, vor allem in den Herstellungsländern der Drogen leiden viele Menschen unter dem Drogenkrieg.

Zudem bedeutet der Zugang zu Drogen über einen unkontrollierten Markt, dass gesundheitlichen Risiken durch verunreinigte und gestreckte, teils aber auch hochdosierte Substanzen deutlich erhöht sind. Die einzige Lösung dieser Problematik ist eine staatliche Regulierung der Drogenmärkte. Wir fordern die Bundesregierung auf, den illegalen Drogenmarkt nicht länger zu befeuern.

Wir brauchen dringend als ersten Schritt die Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten. Dazu hat DIE LINKE in diesen Monat einen Antrag vorgelegt, in dem wir bundeseinheitliche Eigenbedarfsmengen und das Absehen von der Strafverfolgung fordern. Als zweiten Schritt bedarf es dringend einer staatlich regulierten Abgabe von Cannabis, aber auch von anderen Drogen. Nur so kann dem illegalen Drogenmarkt die Grundlage entzogen werden.“

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