Podiumsdiskussion am Theodor Heuß Gymnasium

11.09.2009, Presseecho

Am 10.September 2009 hatte ich mich das Theodor Heuß Gymnasium in Dinslaken zusammen mit den Wahlkreiskandidaten von SPD, CDU, FDP und Grünen in die Aula eingeladen. Diskutiert wurde über Themen wie Bildung, Arbeitsmarkt, Umwelt (hier insbesondere Energiepolitik) und Afghanistan. Während es beim Thema Bildung noch eher gemütlich zuging, auch wenn die Studiengebührenfrage erste Emotionen hochkochen ließ, so wurde es beim Thema Arbeitsmarkt schon heftiger. Der Vertreter der FDP, Herr Schädlich, sprach sich deutlich gegen Mindestlöhne aus und meinte, man müsse auch bereit sind für niedrige Löhne arbeiten zu gehen.

Mit anderen Worten: Für die FDP ist es auch okay, wenn ein Mensch für 3,82 € arbeiten geht (so viel zahlen einige Omnibusunternehmen in NRW). Die FDP verkennt hier aber: Fast alle Staaten der EU haben einen Mindestlohn eingeführt, 1/3 der Beschäftigten in Deutschland sind heute im Niedriglohnbereich tätig, 1,4 Millionen Menschen müssen nach der Arbeit zur Arge und sich das Gehalt auf Hartz IV aufstocken lassen. Es kann doch nicht Sache des Staates sein, Gehälter aufzustocken?! Der Arbeitgeber hat die Pflicht würdige Löhne zu zahlen. DIE LINKE will gute Arbeit, gute Arbeit bedeutet: Gute Löhne für getane Arbeit und nicht Hungerlöhne. Wo leben wir denn, dass Menschen in diesem reichen Land mit Löhnen abgespeist werden, die zu wenig zum leben und zu viel zum sterben sind? Spannend wurde es auch bei Afghanistan. Hier habe ich deutlich gemacht, dass DIE LINKE den sofortigen Abzug der Truppen aus Afghanistan fordert. Die Afghanistanstrategie ist fehlgeschlagen, Deutschland befindet sich im Krieg. Der Wiederaufbau wird durch ISAF nicht befördert, sondern erschwert. Afghanistan wird jeden Tag unsicherer, die ganze Region beginnt zu brennen (siehe Pakistan). 2/3 der Menschen in Deutschland sind ebenfalls gegen diesen Kriegseinsatz Deutschlands. Deutschland muss endlich raus aus Afghanistan und es müssen zivile Strategien verfolgt werden. Bisher sind 3/4 der Gelder für Afghanistan ins Militär geflossen und nicht in den Wiederaufbau. Dass zeigt schon, wo die Priorität liegt. Ingesamt zeigte die Podiumsdiskssion: Desto näher die Wahlen rücken, desto offensiver wird der Tonfall. Gut so. Zuspitzung muss sein. Ansonsten wirds doch auch langweilig;). Hier noch der Artikel in der Rheinischen Post zur Podiumsdiskussion.

Tags Podiumsdiskussion Mindestlohn Krieg Diskussion Dinslaken Afghanistan