ND: Parteien üben sich in »Zweikämpfen«

28.12.2015, Presseecho

Tom Strohschneider, Neues Deutschland 28.12.2015

Berlin. Das politische Berlin übt sich zum Jahreswechsel in rhetorischen Auseinandersetzungen - es geht um Koalitionen und Bündnisoptionen. Besser gesagt: Es geht oft darum, was nicht geht.[...]

Gespräche mit den Sozialdemokraten auf Spitzenebene machten nach Ansicht Wagenknechts [...] nur wenig Sinn. »Wir haben uns dem nie verweigert. Aber um auszuloten wo die Differenzen sind, muss man nicht lange reden«, sagte sie. Unter SPD-Regierungsbeteiligung sei Deutschland nicht sozialer, sondern sehr viel unsozialer geworden. »Die Linke wird sich an keiner Regierung beteiligen, die diesen Trend fortsetzt.« Die eigentlich einer rot-rot-grünen Perspektive aufgeschlossene SPD-Linke reagierte umgehend: und zwar verschnupft. Parteivize Ralf Stegner sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, als Bündnispartnerin komme eine wieder sozialliberal gesonnene FDP komme für die SPD »sogar eher in Frage als eine Linkspartei, deren Anführerin Sahra Wagenknecht die Sozialdemokratie zur Hauptgegnerin ausgerufen hat«. Was wiederum den Linken-Politiker Niema Movassat zu der Einschätzung verleitete, der linke Flügel der SPD sei »unglaubwürdig, wenn er lieber mit der FDP koalieren will als mit der Linken«. Die Sozialdemokraten könnten dann ihr »Programm gleich entsorgen«, so Movassat im Kurznachrichtendienst Twitter.

 Gespräche mit den Sozialdemokraten auf Spitzenebene machten nach Ansicht Wagenknechts deswegen auch nur wenig Sinn. »Wir haben uns dem nie verweigert. Aber um auszuloten wo die Differenzen sind, muss man nicht lange reden«, sagte sie. Unter SPD-Regierungsbeteiligung sei Deutschland nicht sozialer, sondern sehr viel unsozialer geworden. »Die Linke wird sich an keiner Regierung beteiligen, die diesen Trend fortsetzt.«
Die eigentlich einer rot-rot-grünen Perspektive aufgeschlossene SPD-Linke reagierte umgehend: und zwar verschnupft. Parteivize Ralf Stegner sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, als Bündnispartnerin komme eine wieder sozialliberal gesonnene FDP komme für die SPD »sogar eher in Frage als eine Linkspartei, deren Anführerin Sahra Wagenknecht die Sozialdemokratie zur Hauptgegnerin ausgerufen hat«.
Was wiederum den Linken-Politiker Niema Movassat zu der Einschätzung verleitete, der linke Flügel der SPD sei »unglaubwürdig, wenn er lieber mit der FDP koalieren will als mit der Linken«. Die Sozialdemokraten könnten dann ihr »Programm gleich entsorgen«, so Movassat im Kurznachrichtendienst Twitter.

 

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