Kurzbericht zur dritten und letzten Wahlkreisfahrt 2018

11.10.2018, Diverses

Die dritte und letzte Wahlkreisfahrt in diesem Jahr fand vom 02. – 05. Oktober 2018 statt. Dies hatte den besonderen Scharm, dass sie über den „Tag der deutschen Einheit“ stattfand, was für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum einen bedeutete, dass sie sich einen Tag weniger Urlaub nehmen mussten, zum anderen bot Berlin während dieser Zeit weitere kulturelle Highlights. Aber dazu später mehr.

Bei vorwinterlichen Temperaturen um die 8°C traf sich der Großteil der Gruppe bereits in Oberhausen am Hauptbahnhof. Die Stimmung unter den Mitreisenden war gut, es wurde bereits viel geredet und ich erkannte schnell, dass hier eine sehr sympathische Reisegruppe zusammengekommen ist. Genauso sympathisch waren unsere Reisebegleitung vom BPA und der Busfahrer, die uns in Berlin freundlich empfingen und sich nicht anmerken ließen, dass auch sie unter unserer gut 45minütigen Verspätung leiden mussten. Kaum raus aus dem Zug hieß es dann erst einmal bitte wieder Platz nehmen, die Stadtrundfahrt stand auf dem Plan. Gar nicht so einfach sich dieser Tage durch Berlin zu bewegen, da bereits viele Straßen für das „Einheitsfest“ abgesperrt waren und dadurch die Autos durch andere Straßen drängten. Es waren trotzdem noch interessante 2 ½ Stunden, die wir den Worten unserer Reiseleiterin lauschten. Zwischendurch hatten wir die Gelegenheit uns am Gendarmenmarkt die Beine zu vertreten, was im Regen und Wind kaum Spaß machte.

Am Mittwoch besuchten wir zunächst den „Tränenpalast“ am Bahnhof Friedrichstraße bevor es über Umwege – inzwischen war das gesamte Gebiet rund um den Reichstag hermetisch abgeriegelt – in den Bundestag ging. Dort trafen wir auf Niema, der uns in gut 90 Minuten nicht nur seine Arbeit als Bundestagsabgeordneter vorstellte, sondern mit uns auch über aktuelle politische Themen ins Gespräch kam. Langsam wurde auch das Wetter besser, so dass sich anschließend der Besuch der Kuppel des Reichstagsgebäudes noch einmal für tolle Fotos von Berlin von oben lohnte. Der offizielle Teil endete schließlich mit einem Vortrag im Bundestag über seine Aufgaben und Strukturen. Der Großteil der Gruppe nutzte anschließend die Gelegenheit und besuchte das Einheitsfest, auf dem sich die Länder und der Bund vorstellten. Hinzu kam noch ein buntes Kulturprogramm mit einem großen Open-Air-Konzert.

Am Donnerstag stand zunächst der Besuch des Gedenkorts Papestraße auf dem Programm. In dem recht unbekannten Gedankort wurden bereits 1933 Juden und Oppositionelle von den Nazis inhaftiert und zum Teil schwer misshandelt. Das Besondere an diesem Ort ist, dass dieser noch fast original so aussieht, wie er 1933 als SA-Gefängnis genutzt wurde, da die Existenz des Ortes nach dem Weltkrieg schnell in Vergessenheit geriet und erst in den 1990er Jahren wiederentdeckt wurde. Von dort aus ging es mit dem Bus nach Berlin Mitte, wo wir im Karl-Liebknecht-Haus uns über die Partei DIE LINKE informierten. Leider blieb für eine anschließende Diskussion wenig Zeit, denn der nächste Programmpunkt, das Jüdische Museum, wartete bereits auf uns. Zwar wird leider gerade die Dauerausstellung umgebaut, aber so kamen wir in den Genuss einer Führung durch die Ausstellung „Willkommen in Jerusalem“, welche die Einzigartigkeit dieser Stadt mit seinen vielfältigen Kulturen und Religionen sehr schön widerspiegelt. Tatsächlich war dies am Donnerstagabend auch schon der letzte Programmpunkt der Reise. Nach einem Abendessen hieß es noch einmal für alle, den letzten Abend in Berlin eigenständig erkunden, was viele wohlwollend noch einmal annahmen, da mit der „Festival of Lights“ noch beeindruckende Lichtinstallationen an Berliner Fassaden zu bestaunen war.

Am Freitag hieß es dann Kofferpacken, Frühstücken und Abreise. Nach unkomplizierter Heimfahrt im ICE, auf dem sich noch einmal alle ausgiebig über das Erlebte austauschten, erreichten wir am Nachmittag Oberhausen, wo wir vor vier Tagen morgens starteten.

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