FR: "Mütze mit Mission"

04.02.2010, Presseecho

Frankfurter Rundschau, 04.02.2010, Steven Geyer

"Intern tritt Niebel anders auf. Nicht nur, dass sogar mal im Beisein des Chefs gelacht wird. Auch den Umbau der staatlichen Entwicklungsorganisationen, wo 1400 Mitarbeiter in teuren Doppelstrukturen stecken, packt er ganz neu an. Am 4. Januar geht ein Brief an die Chefs der drei Durchführungsorganisationen: Niebel bittet die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) und die Bildungsagentur Inwent, "mir bis zum 10. Februar" auf "drei DIN-A4-Seiten" die "jeweils eigenen Eckpunkte" vorzulegen, wie "eine Fusion auf Augenhöhe" zu meistern sei. Wieczorek-Zeul war damit gescheitert, weil sie externe Berater beauftragte, statt Betroffene zu hören. Aber auch, weil sie die mächtige Kreditanstalt für Wiederaufbau und die GTZ fusionieren wollte. "Das wäre auch nötiger, Niebel wählt mit den kleinen Häusern den leichten Weg", sagt Linken-Entwicklungspolitiker Niema Movassat. "Das Feld ist bereitet, und er kann es dann als seinen Erfolg verkaufen."

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