epo.de: Bewaffnete Konflikte bleiben Hungertreiber

12.10.2015, Presseecho

Entwicklungspolitik Online, 12.10.2015

Weltweit sind schätzungsweise 172 Millionen Menschen von bewaffneten Konflikten betroffen. Am Montag hat die Welthungerhilfe den neuen Welthunger-Index vorgestellt, in dem der enge Zusammenhang zwischen diesen Konflikten und Hunger dargestellt wird. Gerade die aktuellen Kriege, in denen neben nationalen Armeen und Rebellen auch ethnische Milizen, paramilitärische Verbände, Söldner sowie internationale Streitkräfte beteiligt sind, zeigen dies deutlich. […]

"Der Welthungerindex 2015 bietet keinerlei Anlass zum Feiern", sagte Niema Movassat, Sprecher für Welternährung der Fraktion die LINKE. "Denn auch wenn die Zahl der Hungernden in den letzten 15 Jahren abgenommen hat, bleiben die strukturellen Ursachen dafür, dass 800 Millionen Menschen heute immer noch an Hunger leiden, bestehen. Die Welthungerhilfe nennt bewaffnete Konflikte und extreme Armut als zentrale Triebfedern des Hungers. Leider verabsäumt sie es jedoch, die Mitschuld der deutschen Bundesregierung am Fortbestehen dieser Triebfedern zu benennen – sei es durch Waffenexporte oder die Unterstützung der sogenannten 'G7 Neuen Allianz für Ernährungssicherung' in Afrika."

 

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