Endlich Konsequenzen ziehen

05.12.2014, Pressemitteilung

AktivistInnen besetzten die Zentrale von „European Homecare“

In Essen haben 30 AktivistInnen am Freitag die Firmenzentrale des Unternehmens European Homecare besetzt, das seit 1989 Wohnheime für Flüchtlinge betreibt. Gegen European Homecare werden seit Mitte des Jahres schwere Misshandlungsvorwürfe erhoben, Konsequenzen gab es bis jetzt kaum. Dazu Niema Movassat, Mitglied der Linksfraktion und Bundestagsabgeordneter aus Essen:

„Die Aktion der Aktivisten und Aktivistinnen ist zu begrüßen und ein Warnsignal. Sie macht darauf aufmerksam, dass seit September und dem Misshandlungsfall rund um den ‚Dienstleister‘ viel zu wenig geschehen ist. Der NRW Innenminister Ralf Jäger hatte eine schnelle Aufklärung versprochen und trotzdem betreibt das Unternehmen nach wie vor Flüchtlingswohnheime.“

Movassat weiter: „Flüchtlingswohnheime dürfen keine ‚Kapitalanlage‘ sein. Sie müssen an den Bedürfnissen der Flüchtlinge orientiert und aus öffentlicher Hand finanziert und betrieben werden. Das widerspricht dem typischen Ausschreibungsverfahren von Wohnheimen und der typischen Managersprache von European Homecare: Hier geht es nur um Einsparungen auf der städtischen Seite und Profitmaximierung auf der Betreiberseite. Das muss ein Ende haben!“

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