Antrag der Linksfraktion: Landraub stoppen!

17.11.2010, Diverses

Weltweit hungern an die eine Milliarde Menschen. Und diese desolate Ernährungssituation in den Ländern des globalen Südens wird zunehmend von großflächiger Landnahme (engl. landgrab) durch Investoren aus Industrie- und Schwellenländern weiter bedroht. Dieses sogenannte „landgrabbing“, welches medial einiges an Aufmerksamkeit erlangt hat, führt zur Enteignung der lokalen Bevölkerung, meist ohne eine angemessene Entschädigung. Die einhergehende Landkonzentration und der Monokulturanbau stehen einer nachhaltigen Entwicklung entgegen. Um mit Land zu spekulieren oder Biosprit anzubauen, werden Menschen in Armut, Elend und Hunger getrieben. Auch deutsche Firmen wie die Deutsche Bank mischen munter mit.

DIE LINKE fordert deshalb mit einem eigenen Antrag im Bundestag Maßnahmen, um die Landnahme zu beschränken bzw. an eine menschenrechtliche Prüfung und die informierte Zustimmung der betroffenen Bevölkerung zu binden.

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