AfD-Grundsätze widersprechen AWO-Grundwerten

18.07.2016, Pressemitteilung Essen

Niema Movassat, Bundestagsabgeordneter der Partei DIE LINKE und Ezgi Güyildar, Mitglied im Essener Stadtrat für DIE LINKE begrüßen den Beschluss der Essener Arbeiterwohlfahrt, eine Unvereinbarkeit zwischen einer AfD-Mitgliedschaft und einer Mitgliedschaft oder einem Beschäftigungsverhältnis bei der AWO herbeizuführen.

Dazu Niema Movassat: „"Die Alternative für Deutschland ist eine Partei, die reaktionär, nationalistisch und rechtspopulistisch ist. Sie hat mir ihren Forderungen den demokratischen Boden verlassen. Muslime werden in ihrem Programm zu Menschen zweiter Klasse degradiert, Flüchtlinge hätten kein oder so gut wie kein Recht auf Asyl. In ihren Reihen befinden sich Mitglieder wie Wolfgang Gedeon, der in seinen Büchern öffentlich die Shoa in Frage stellt. Wer mit Rassismus, Homophobie und Sexismus versucht in Deutschland Fuß zu fassen, gehört in die selbe Schmuddelecke wie NPD, Pro NRW und ihres gleichen, und eben nicht in die AWO."

Ezgi Güyildar führt fort: „"Die Arbeiterwohlfahrt bekennt sich in ihrer Satzung zum freiheitlich-demokratischen Sozialismus. Dieser steht dem Programm der AfD diametral entgegen. Dementsprechend ist es nur folgerichtig, wenn rechten Hetzern nach einem Gespräch die Mitgliedschaft entzogen wird. Ratsfrau Ota Hortmanns verwechselt in ihrer Facebook-Stellungnahme eine wichtige Tatsache: Rechtspopulisten, Homophobe und Sexisten befinden sich nie auf dem Boden der Demokratie, egal wie stark sie versuchen sich zu tarnen. Daher stehen wir hinter der Arbeiterwohlfahrt.“"

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